Bistumsjubiläum ist beendet

Mit geistlichen Lesungen aus der Offenbarung des Johannes an sieben Orten der Diözese sind gestern Abend die Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Bestehen des Bistums Hildesheim zu Ende gegangen.

Im nur durch Kerzen beleuchteten Hildesheimer Dom brachten die Schauspieler Michaela Allendorf und Tobias Hieronimi unterstützt durch die Hildesheimer Dommusik die wortgewaltigen Texte der Offenbarung zu Gehör. Anschließend läuteten 20 Minuten – 1200 Sekunden lang – die Domglocken.

Abschluss des Bistumsjubiläums im Hildesheimer Dom
Zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Bestehen des Bistums Hildesheim brachten am Sonntagabend die Schauspieler Michaela Allendorf und Tobias Hieronimi unterstützt durch die Hildesheimer Dommusik im nur durch Kerzen beleuchteten Hildesheimer Dom die wortgewaltigen Texte der Offenbarung zu Gehör. © bph/Gossmann

Bereits am Vormittag hatte Bischof Norbert Trelle mit einem Pontifikalamt im vollbesetzten Dom den liturgischen Schlusspunkt des Bistumsjubiläums gesetzt. Angesichts der jüngsten Anschläge in Paris rief er zum Gebet für die Opfer von Terror und Gewalt auf. Bei einem anschließenden Empfang dankte er allen, die sich an der Vorbereitung und Durchführung des Jubiläumsjahres beteiligt haben, insbesondere dem Leiter des Projektbüros Thomas Harling und seiner Assistentin Renate Meißner. Das Projektbüro sei immer ein Ort der Begegnung und der Kreativität gewesen, sagte der Bischof.

Hildesheims Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer betonte, das gemeinsame Jubiläumsjahr von Stadt und Bistum habe identitätsstiftend gewirkt. Es sei zu einer wesentlich besseren Grundstimmung zwischen den beiden Institutionen gekommen, an der man festhalten wolle.

Begonnen hatte das Jubiläumsjahr am 15. August 2014, dem Fest Mariä Himmelfahrt. An dem Tag wurde der Hildesheimer Dom wiedereröffnet, er war zuvor fast fünf Jahre lang von Grund auf saniert und umgestaltet worden. Seit Beginn des 1200-Jahr-Jubiläums hat es in Stadt und Bistum Hildesheim knapp 400 Jubiläumsveranstaltungen gegeben. Höhepunkte waren unter anderem die Uraufführung des Oratoriums „Lux in tenebris“ und ein Fest der Engagierten auf dem Domhof. Bischof Norbert Trelle besuchte während des Jubeljahres alle 17 Dekanate des Bistums. „Mit welcher Kreativität und mit welchem Engagement die Menschen vor Ort diese Tage geplant und durchgeführt haben, hat mich sehr beeindruckt“, erklärte der Bischof in einem Interview mit der KirchenZeitung.

Neben diversen fröhlichen und besinnlichen Veranstaltungen nutzte der Bischof das Jubiläumsjahr dazu, ein Schuldbekenntnis abzulegen: Am Aschermittwoch bat er um Vergebung für die Fehler und das Versagen kirchlicher Würdenträger in den zurückliegenden 1200 Jahren.

Nur wenige Wochen nach Abschluss des Bistumsjubiläums erscheint bei der Bernward Mediengesellschaft mbH Anfang Dezember eine Dokumentation des Jubiläumsjahres. Mit großformatigen, beeindruckenden Fotos erinnert sie auf 196 Seiten an alle wichtigen Ereignisse des Jubiläumsjahres. Sie ist für 1200 Cent oder 12 Euro zu beziehen im Shop des Hildesheimer Dommuseums und online unter www.domshop-hildesheim.de

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