Ökumenischer Akzent zum Abschluss des Bistumsjubiläums

Hildesheimer Christen erinnern mit Prozession an Bischof Bernward

Mit einem ökumenischen Akzent begann am Abend des Bernwardfestes der Abschluss des Bistumsjubiläums. Gefeiert wurde der Gedenktag des heiligen Hildesheimer Bischofs mit einem ökumenischen Lichtergottesdienst.

Begonnen im Dom, zog die Gottesdienstgemeinde in Prozession singend durch die Dunkelheit zur St. Michaeliskirche. Nach einer persönlichen Statio, einem kurzen Innehalten in der Krypta am Grabe Bernwards, wurde der Gottesdienst in der von ihm erbauten „Gottesburg“ fortgesetzt. Wie der Gottesdienst war auch die Predigt ökumenisch zweigeteilt. Superintendent Helmut Aßmann erinnerte im Dom an Bischof Bernward, der vor 933 Jahren gestorben ist. „Er war eine Lichtgestalt, die katholische und evangelische Christen verbindet“, sagte Aßmann mit Blick auf die Welterbestätten Dom und Michaeliskirche, die in enger Beziehung zu dem heiligen Bischof stehen. Lichtgestalten wie Bernward sind Menschen, die uns etwas zu sagen haben, die unser Leben aufhellen „gerade in dieser dunklen Zeit, in der sich anscheinend einige an Weltuntergangsstimmungen zu weiden scheinen“. Den zweiten Predigtteil in St. Michaelis übernahm Dechant Wolfgang Voges. Christen sollten dem Trend, sich anzupassen und nicht aufzufallen, entgegenarbeiten. Sie sollten im Sinn des Evangeliums ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. „Christen sollen durch Taten der Liebe in dieser oft so kalten Welt leuchten und Wärme verbreiten“, betonte Voges. „Wir Christen können Licht in der Dunkelheit sein und zu Lichtgestalten werden.“ 

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